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Neue Lehrpläne für kaufmännische Schulen

Mit der Lehrplan-Reform für HAK und HAS setzt Bildungsminister Christoph Wiederkehr auf mehr Praxis, digitale Kompetenzen und unternehmerisches Denken.

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© ORF ON (Screenshot)

Mit der heutigen Vorstellung der neuen Lehrpläne für Handelsakademien und Handelsschulen setzt Bildungsminister Christoph Wiederkehr einen weiteren wichtigen Reformschritt für ein zukunftsfittes Bildungssystem. Nach der AHS-Reform folgen nun die kaufmännischen Schulen – ein zentraler Bereich, in dem sich entscheidet, wie gut junge Menschen auf eine sich rasant wandelnde Arbeits- und Lebenswelt vorbereitet werden.

Für uns NEOS ist klar: Schule muss junge Menschen befähigen, selbstständig zu denken, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Hier setzen die neuen Lehrpläne an.

Im Mittelpunkt der Reform steht ein moderner Bildungsansatz, der junge Menschen nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer Mündigkeit, Selbstwirksamkeit und Zukunftsfähigkeit stärkt. Statt starrer Fachlogik rücken überfachliche Kompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und digitale Skills in den Vordergrund.

Neue Fächer für eine neue Realität

Die vorgeschlagenen Lehrpläne bringen auch inhaltliche Erneuerung. In den Handelsakademien entstehen moderne Unterrichtsformate:

  • Economic & Financial Literacy, wo die finanzielle Mündigkeit gestärkt wird,
  • Rechnungswesen, Datenanalyse und Reporting, wo Schüler:innen zu digital versierten, kritisch denkenden Wirtschaftsexpert:innen ausgebildet werden,
  • Business Experience & Future Challenges rückt den Praxisbezug noch stärker in den Fokus: reale Unternehmensprojekte, Wahlmodule und Zukunftskompetenzen verbinden Schule, Arbeitswelt und Innovation.

Auch die Handelsschulen werden grundlegend weiterentwickelt. Projektbasierter, fächerübergreifender Unterricht macht Lernen erlebbar und stärkt Selbstwirksamkeit und Berufsfähigkeit. In Projektwerkstätten arbeiten Schüler:innen über mehrere Wochen hinweg an lebensnahen Themen wie Medien-, Konsum- oder Arbeitswelt – praxisorientiert, kreativ und teamübergreifend. Medienkompetenz wird dabei gezielt als fächerübergreifendes Projekt aufgebaut, umgesetzt auf Basis agiler Projektmanagement-Methoden.

Mit dieser Lehrplanreform stellen wir sicher, dass Absolventinnen und Absolventen nicht nur bereit für den Arbeitsmarkt sind, sondern als kritisch denkende Persönlichkeiten ihre und unsere Zukunft aktiv und verantwortungsvoll gestalten können.
Christoph Wiederkehr

Bundesminister für Bildung

Genau so stellen wir uns zeitgemäße Berufsbildung vor. Die neuen Lehrpläne sollen ab dem Schuljahr 2027/28 umgesetzt werden und betreffen rund 50.000 Schüler:innen an 114 kaufmännischen Schulen. Damit investieren wir gezielt in Chancengerechtigkeit, Innovationskraft und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.

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