Zum Inhalt springen
Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.

U-Ausschuss zur Causa Pilnacek

Hier gibt es regelmäßig Updates zum Untersuchungsausschuss.

 | Zuletzt aktualisiert am 29.01.2026
Sophie_8F9A8360.jpg

© NEOS

Im U-Ausschuss soll aufgearbeitet werden, ob und wie weit politische Einflussnahme auf die Ermittlungen in der „Causa Pilnacek“ stattgefunden hat. Untersucht wird der Zeitraum 19. Oktober 2023 bis 4. September 2025. Die Befragungen haben am 15. Jänner 2026 gestartet.

Die nächsten Sitzungstermine:
11. Februar 2026, 12. Februar 2026

11. März 2026. 12. März 2026, 08. April 2026, 09. April 2026, 15. April 2026, 16. April 2026

06. Mai 2026, 07. Mai 2026, 12. Mai 2026, 13. Mai 2026

10. Juni 2026, 11. Juni 2026, 24. Juni 2026, 25. Juni 2026, 01. Juli 2026, 02. Juli 2026

Herbsttermine stehen noch aus

Tag 5 - 11.02.2026

Hier folgen in Kürze Infos zu Tag 5 der Befragungen im Untersuchungsausschuss zur "Causa Pilnacek".

IMG 1335 2.heic compressed (1)

Tag 4 - 29.01.2026

Späte Obduktion und fehlende Datenträger:

An Tag 4 werden die Gemeindeärztin, die damals am Fundort war und eine Kremser Staatsanwältin befragt. Rund um die Obduktion gibt es widersprüchliche Darstellungen: Laut der Ärztin soll es vor Ort Meinungsverschiedenheiten mit den Polizisten gegeben haben, ob eine Obduktion notwendig ist. Durchgeführt wurde sie schließlich erst sechs Tage nach dem Fund.

Zusätzlich gibt es Diskussionen rund um den Umgang mit Datenträgern. Christian Pilnaceks Handy wurde nie sichergestellt, sondern unmittelbar an die Witwe übergeben. Damit konnte ein zentrales Beweismittel nicht ausgewertet werden. Auch bei der Smartwatch bleiben im Sinne der Aufklärung viele Fragen offen: Selbst rund zweieinhalb Jahre nach dem Vorfall sind die Daten noch immer nicht vollständig ausgewertet worden.

IMG_1221.heic_compressed.jpeg

Tag 3 - 28.01.2026

Sicherstellung des Handys:

Wir sehen bei der bisherigen Ermittlungsarbeit Differenzen zu dem, wie es gesetzlich vorgesehen ist. Da ist etwa der Tatortleitfaden, der aus unserer Sicht nicht konsequent umgesetzt wurde. In der aktuellen Befragung der Polizisten geht es unter anderem um die Obduktion und um die Frage, ob Druck auf die Gemeindeärztin ausgeübt worden sein könnte, um eine Obduktion zu verhindern.

Etwas, dass uns auch zu Denken gibt, ist das Abweichen vom Tatortleitfaden. Der besagt,  die Temperatur einer Wasserleiche muss gemessen werden. Das ist nicht passiert, weil die Ermittler laut eigenen Aussagen kein Thermometer dabei hatten.

Ein zentraler Punkt bleibt für uns die Sicherstellung des Mobiltelefons: Warum wurde dieses Handy nicht sichergestellt und verwahrt, sondern an die Witwe übergeben – die es später vernichtet haben soll? Hier ist besonders wichtig zu betonen: die Staatsanwaltschaft Krems und auch die Fachaufsicht im Justizministerium sagen, dass das Handy rechtlich sehr wohl sichergestellt werden hätte können.

IMG_0260.heic_compressed.jpeg

Tag 2 - 15.01.2026

Der Untersuchungsauschuss startet mit den ersten Befragungen:

In der Causa Pilnacek gibt es zahlreiche offene Fragen, die ohne parteipolitische Scheuklappen aufgeklärt werden müssen. Es geht darum, mögliche politische Einflussnahme im „System Pilnacek“ und auf die Ermittlungen rund um seinen Tod nachvollziehbar zu machen.

Heute werden jene Personen befragt, die als erste am Fundort in Rossatz waren. Dabei stehen zentrale Fragen im Raum: Warum wurde rasch von Suizid gesprochen, eine Obduktion nicht forciert und das Handy nicht sichergestellt? Auch die Frage, warum der Anwalt von Sebastian Kurz bereits um 9:28 Uhr vom Tod erfahren haben soll – noch vor dem ersten Medienbericht – sorgt für zusätzlichen Aufklärungsbedarf.

Sophie Rossatz

Tag 1 - 14.01.2026

Lokalaugenschein in Rossatz:

Für uns NEOS geht es um die Aufklärung der politischen Verantwortung rund um das „System Pilnacek“.

Die Besichtigung in Rossatz (dem Fundort des Leichnams) hat im Sinne der Aufklärungsarbeit, dem besseren Verständnis der Aktenlage und für die weitere Befragung von Auskunftspersonen wertvolle Erkenntnisse geliefert.

Es bleibt unverständlich, warum so schnell von einem Suizid gesprochen und ein Unfall offenbar rasch ausgeschlossen wurde. Genau solche Fragen müssen seriös aufgeklärt werden und zwar transparent, sachlich und ohne parteipolitische Ablenkungsmanöver.

Für NEOS im U-Ausschuss: Justizsprecherin Sophie Wotschke

Weitere interessante Artikel

Melde dich für unseren Newsletter an!